Comfort Ye – Auditorium

Comfort YEComfort and Hope
Matthias Hasse

Comfort Ye depicts a day in the life of one of South Africa’s countless “previously disadvantaged communities”, more commonly known as townships or informal settlements. The narrative draws together stories written by young members of the Bloekombos Secondary School choir.

Their narratives tell of love, loss, pursuit, murder, abuse, families torn apart. These are, sadly, not unusual stories in their community. They pose the question: In times of despair, where can you find hope? International music organisation Umculo became aware of these stories in the course of a four-year collaboration with the choir, and conceived the idea of creating a work of music theatre around them. In part, the goal was to reflect reality, to confront audiences through a new, strong performance piece. But the aim was also to give the young people the chance to express themselves, to sing and act their own stories as a way of coming to terms with their experiences, and to help them move towards a better future.

Comfort Ye – Opernwelt

Comfort YeMitten aus dem Leben
Saul-Francesco Uys Rootenberg

Seit fünf Jahren gibt es das «Umculo»-Festival: Musiktheaterprojekte für Jugendliche aus den Elendsvierteln Kapstadts.

Ein Schuss. Ein Schrei. Ein Todesfall. Eine Szene in den Cape Flats, draußen vor den Toren Kapstadts, dargestellt von Schülern der Bloekombos Secondary High School. Wir hören Händel und neue Klänge. Endzeitlich anmutende Arien und Duette aus den Oratorien «Messiah» und «L’Allegro, il Penseroso ed il Moderato» wechseln mit von Barock, Jazz und Xhosa-Melodien inspirierten Kompositionen der australischen Komponistin Catherine Milliken. In «Comfort Ye», der jüngsten Opernproduktion des sozialen Musikprojekts Umculo/Cape Festival, treffen unter der Regie Robert Lehmeiers, der auch für Konzept und Libretto verantwortlich zeichnet, vier professionelle Nachwuchssänger auf zwei Schauspieler und 22 Jugendliche. Deren Lebensgeschichten bilden die Basis des Geschehens.

Der Zarewitsch – Sächsische Zeitung

Der ZarewitschLehar „Der Zarewitsch“ Sächsische Zeitung

Sehnsucht nach dem Märchenprinzen

Lehars „Zarewitsch“ an der Dresdner Staatsoperette ist vielschichtig melancholisch, aber eindeutig schwul – und das funktioniert erstaunlich gut.

Der „Soldat am Wolgastrand“ ist eine der populären Melodien aus Franz Lehars Operette „Der Zarewitsch“. In der neuen Staatsoperetteninszenierung ist er, der Soldat am Wolgastrand, die personifizierte Sehnsucht des Titelhelden. Dabei erzählt die Operette eigentlich von einem kontaktscheuen Zarewitsch, der sich in die „eingeschmuggelte“ Geliebte verliebt, die ihn auf Geheiß seines Onkels auf den Ehestand vorbereiten soll.

Der Zarewitsch – Financial Times

Der ZarewitschHysteria is trumped by dark laughter – Die Schöne Helena/ Der Zarewitsch
Komische Oper/ Staatsoperette Dresden – Financial Times

Two state capitals, two operetta premieres, two gay takes on dated subject matter, two very different outcomes. Is operetta the new camp? Is camp the new conservative?

In Berlin, Barry Kosky turns Offenbach´s 1868 La Belle Hélène into a squealing, sequinned party; in Dresden, Robert Lehmeier transmutes Lehár´s 1927 Zarewitsch to today´s homophobic, repressive Russia.

Der Zarewitsch – Die Welt

Der ZarewitschPutin ist der Zar und hat einen schwulen Sohn – Die Welt

Franz Lehars „Zarewitsch“ wird an der Staatsoperette Dresden zur Satire auf die wachsende Homophobie in Russland

… Nun haben sie in den Dresden den russischen Bären Wladimir erneut ordentlich in die satirische Mangel genommen. Putin ist nämlich an der Staatsoperette die heimliche, stets im Hintergrund als Riesenbild anwesende Hauptperson in der Neuinszenierung von Franz Lehars tragischem Triefsingspiel „Der Zarewitsch“.

Das musste sich seit der Berliner Uraufführung 1927 viel Kritik gefallen lassen. Weil es zu sehr nach der großen Oper schielte, statt einfach dem Zauber der Lieder zu vertrauen, die der Komponist seinem Star-Protagonisten Richard Tauber in die Kehle geschrieben hatte.

Vanda – Opernwelt

VandaVanda Opernwelt

Mit seinen Opern hatte Antonin Dvorak, mit Ausnahme von „Rusalka“, außerhalb Böhmens wenig Glück. Der 1875 komponierten „Vanda“ war selbst in seiner Heimat kein Erfolg beschieden: Der Fünfakter im Stil der französischen Grand opéra fiel bei der Prager Premiere durch und ist heute gründlich vergessen. Zu Unrecht, wie jetzt die Osnabrücker Aufführung bewies. Gewiss hat die eklektische Musik mit ihren vielen plakativen Chortableaus und nationalen Aufmärschen Schwächen, überrascht andererseits aber immer wieder mit originellen Nummern wie den folkloristisch unterfütterten Tänzen oder dem berührenden Duett des unglücklichen Liebespaares Vanda/Slavoj mit seiner schwermütigen Melodik. Daniel Inbal engagierte sich mit großem Einsatz, ja Herzblut für diese Musik, und das Osnabrücker Symphonieorchester sowie der glänzend einstudierte Chor folgten ihm mit Begeisterung und Spielfreude.

Giuditta – Sächsische Zeitung

GiudittaSächsische Zeitung, 24.6.2013
Frrreunde, das Leben ist lebenswert!
Zum guten Saison-Ende zeigt Dresdens Staatsoperette Lehars Spätwerk „Giuditta“ mit allen Untiefen, Idolen und Realitäten

Sie ist nicht lustig, die Geschichte von Giuditta, die sich entfalten will, schön und frei sein und das Leben genießen. Und die letztendlich nur einen Käfig gegen den nächsten, vielleicht etwas glänzenderen, eintauscht. Auch der Offizier Octavio, der gleich zu Anfang begeistert ruft: „Freunde, das Leben ist lebenswert!“ und Giuditta im Sturm erobert, hat kein Glück. Seine Liebe zu Giuditta läßt ihn den Armeedienst aufgeben, sich selbst verraten und zum Barpianisten verkommen, ohne sie jemals zu gewinnen. Zum Schluss ein melancholischer Abschiedsgruß ohne Hoffnung.

Platée – inforadio

Fairy Queeninforadio 23.11.12
Platée. Ein Begehren.

Was hat eine häßliche Wassernymphe in Berlin-Neukölln zu suchen? Wieso trifft man mitten auf der Karl-Marx-Straße auf Jupiter und Juno, frisch aus dem Olymp heruntergestiegen? Die Antworten auf diese Fragen gab es gestern Abend in der Neuköllner Oper. Denn dort standen die drei auf der Bühne – als Hauptfiguren im Stück „Platée- ein Begehren“. Eine Ballet-Comédie von Jean-Philippe Rameau, deren Neufassung dort gestern erstaufgeführt wurde. Barbara Wiegand hat die Inszenierung gesehen.

Platée – Neues Deutschland

Fairy QueenNeues Deutschland 01.12.2012
Ein Bild für die Götter
»Platée. Ein Begehren« in der Neuköllner Oper

Vorneweg – die Inszenierung »Platée. Ein Begehren« in der Neuköllner Oper macht Spaß. Leichtigkeit zeichnet sie aus. Geprägt von der Mühe, Oberflächlichkeit zu persiflieren und dennoch die Tragik zu erhalten, die echter Komödie innewohnt. Das gelang Robert Lehrmeier, der die aktuelle Fassung der ursprünglichen, für die musikalische Entwicklung ihrer Zeit wichtige Ballet-Comédie von Jean-Philippe Rameau zusammen mit Jakob Vinje (Text und musikalisches Arrangement) neu fasste. Die Inszenierung ist rund.

La Forza del Destino – Opernnetz

La Forza del DestinoOpernnetz
Das manipulative Umfeld

Vor der Oper kommt das stumme Theater. Während sich der Zuschauerraum in Osnabrück füllt, sieht man auf der Bühne die Familie Calatrava. Das Familienoberhaupt, der Marchese, beobachtet unheimlich liebevoll seine kleine, puppenhafte Leonora. Sein Sohn Carlo poliert sein Spielzeuggewehr und schießt begeistert auf die anwesenden Frauen. Als der Marchese seine Tochter auf seinen Schoss zieht, setzt die Ouvertüre zu Verdis Die Macht des Schicksals mit dem gnadenlosen Schicksalsmotiv ein.

La Forza del Destino – Online Musik Magazin

La Forza del DestinoOnline Musik Magazin, 03.10.12
Des Menschen Schicksal ist der Mensch

Mit Verdis Oper La forza del destino (Die Macht des Schicksals) ist dem jungen Andreas Hotz, mit Beginn der Spielzeit 2012/2013 neuer Generalmusikdirektor des Theater Osnabrück, ein grandioser Opernauftakt gelungen.

The Fairy Queen – Opernwelt

Fairy QueenOpernwelt Mai 2012

Purcell ohne Prunk

Talentschmiede Südafrika: Im dritten Jahr des Umculo/Cape Festivals ließen sich junge Musiker und Sänger von „The Fairy Queen“ verzaubern

Purcell´s „Fairy Queen“ in neunzig Minuten? Ein Ende des 17. Jahrhunderts uraufgeführtes Prunkstück für Londons höfische Gesellschaft frei nach Shapespeare´s „Sommernachtstraum“ mit jungen Chorsängern und Solisten, die gerade ihre ersten Schritte auf der Bühne machen? Kann das gut gehen? Es kann. Wer da an eine Schnapsidee oder Hochleistungssport für den Nachwuchs dachte, wurde im Rahmen des dritten Umculo/Cape Festivals in Südafrika eines Besseren belehrt. Das Team um den Dirigenten Gerben Grooten und Regisseur Robert Lehmeier hatte das Stück behutsam bearbeitet und die Mitwirkenden auf Vorstellungen in Johannesburg und Kapstadt gut 0vorbereitet.

 

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