Biographie

Robert Lehmeier

Foto: Matthias Heyde

Robert Lehmeier volontierte nach einer Ausbildung zum Redakteur und dem Studium der Theaterwissenschaft, Kunstgeschichte und Philosophie in München an der Komischen Oper Berlin und arbeitete in den Folgejahren als Assistent von Harry Kupfer u.a. in Bayreuth („Der Ring des Nibelungen“). Als künstlerischer Produktionsleiter betreute er zwei Jahre das Musical „Elisabeth“ an den Vereinigten Bühnen Wien.

Seit 1994 arbeitet Robert Lehmeier als freischaffender Regisseur, seine Produktionen waren zu sehen u.a. in Berlin, München, Hamburg, Wien, Barcelona, den Niederlanden, Braunschweig, Mainz, Schwerin, Osnabrück, Dresden und Wiesbaden.

Im Bereich Oper hat er neben dem klassischen Repertoire des 19. und 20. Jahrhunderts (mit einem Schwerpunkt auf dem slawischen und französischen Repertoire) zahlreiche Ur- und Erstaufführungen inszeniert. So brachte er in seiner Zeit als Oberspielleiter in Stralsund/Greifswald Aulis Sallinens „The Palace“ (Libretto von Irene Dische und Hans-Magnus Enzensberger) zum Festival „Nordischer Klang“ 1998 zur deutschen Premiere. 2002 eröffnete seine Uraufführungs-Inszenierung von Hans-Jürgen von Boses Kafka-Oper „K-Projekt 12/14“ die Münchner Opernfestspiele.

Titelbild Opernwelt L'Etoile

Titelbild Opernwelt L’Etoile

In Berlin entwickelt Robert Lehmeier zusammen mit der Neuköllner Oper regelmäßig neue Opernstoffe. Internationale Aufmerksamkeit fand „Angela – eine Nationaloper“ (Schwemmer / Frowin) über die Kanzlerkandidatin Angela Merkel. Es folgten „Friendly Fire“ (Arp / Bisowski), „Moshammeroper“ (Nellison / Hammerthaler) und „Fanny und Schraube“. (Müller Wieland / von Baulitz) In Kooperation mit dem Kurt-Weill-Fest Dessau inszenierte er die „Bordellballade“ (Eggert / Franzobel).

Seine Neufassung von „Cosi fan tutte“ für zehn Männer wurde zu den Wiener Festwochen eingeladen und in einer Neuinszenierung am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg gezeigt. Diese Produktion gastierte in der Schweiz und in Barcelona (Gran Teatre del Liceu).

Yama Award 2015

„Comfort ye“ Best Opera 2015

Für seine Libretto-Bearbeitung von „Cosi fan tutte“ wurde Robert Lehmeier in der Jahresumfrage von „Theater heute“ in der Kategorie „bestes deutschsprachiges Stück“ nominiert, „Ariadne auf Naxos“ und „Werther“ in der Kritikerumfrage der „Opernwelt“ in der Kategorie „beste Inszenierung/Regie“ sowie Gurlitts „Wozzeck“ in der Kategorie „beste Aufführung“. „Der Zarewitsch“ wurde vom Bayerischen Rundfunk ausgezeichnet.

Im Bereich Musical und Operette hat Lehmeier neben dem amerikanischen Repertoire (Bock, Rodgers und Hammerstein, Kander/Ebb, Bernstein) Wiener und französische Operette des 19. Jh. inszeniert. „Die Fledermaus“ war in zwei Inszenierungen zu sehen (Nationale Reisopera Enschede und Mainz). In jüngster Zeit beschäftigt er sich vermehrt mit Franz Lehar („Giuditta“,  „Der Zarewitsch“,  „Graf von Luxemburg“).

Seit 2011 ist Lehmeier im Leitungsteam von Umculo/Cape Festival, das sich zum Ziel setzt, Oper in Südafrika neu zu positionieren (www.umculo.org). Auf Purcells „King Arthur project“ 2011, das er mit Solisten und 200 Jugendlichen in Townships von Kapstadt erarbeitete, folgte seine Inszenierung von Purcells „The Fairy Queen“, die im Frühjahr 2012 im UJ Theatre Johannesburg und im Joseph-Stone Theatre in Kapstadt Premiere hatte und 2013 wieder aufgenommen wurde.Im Frühjahr 2015 hatte „Comfort Ye“ in Artscape in Kapstadt Premiere, eine neue Oper mit Musik von Händel und Cathy Milliken, zu der Lehmeier auch das Libretto schrieb. 2016 folgte „The Marriage of Figaro“ in Zusammenarbeit mit der North West University Potchefstroom.

„Comfort Ye“ wurde mit dem Yama Award (Jeunesses Musicales/Reseo) „Best Opera“ 2015 ausgezeichnet.

(http://www.reseo.org/article/winner-reseo-best-opera-young-audiences-award-2015)

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